Beim 13. Players-Championship-Event der PDC in der Halle 39 in Hildesheim hat Kevin Doets den ersten PDC-Titel seiner Karriere gewonnen. Der Niederländer setzte sich am Montagabend im Finale mit 8:5 gegen Luke Woodhouse durch und krönte damit einen weiteren starken Turnierlauf. Für seinen Premierensieg erhält Doets zudem ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Pfund.Bereits vor Beginn des Endspiels war klar, dass es in Hildesheim einen Premieren-Sieger geben würde. Sowohl Doets als auch Woodhouse gehörten zu den bestplatzierten Spielern der Order of Merit, die bislang noch keinen Titel auf der Tour gewinnen konnten. Während Doets nun den Durchbruch schaffte, musste Woodhouse bereits seine vierte Finalniederlage hinnehmen.
Der frischgebackene Champion und die aktuelle Nummer 35 der Welt gab sich nach dem Erfolg angriffslustig:
„Das nächste Ziel ist es, in die Top 16 zu kommen und ein Major-Turnier zu gewinnen. Ich habe allen gezeigt, dass ich das Spiel dazu habe.“
van Gerwen einziger Premier-League-Starter
Das Turnier war von zahlreichen Absagen geprägt; darunter waren gleich neun Akteure aus den Top 16 der Welt. So fehlten auch sieben der acht Teilnehmer der Premier League Darts in Hildesheim. Einzig Michael van Gerwen ging an den Start, musste sich jedoch in der 3. Runde Krzysztof Ratajski mit 5:6 geschlagen geben.
Van Duijvenbode wirft 9-Darter
Für ein frühes Highlight sorgte Dirk van Duijvenbode, der in seiner Erstrundenpartie gegen Madars Razma (6:3) den 9-Darter spielte. Es war sein erstes perfektes Leg im Jahr 2026 und bereits das fünfte seiner Profi-Karriere.
Einen außergewöhnlichen Auftritt legte auch Andrew Gilding hin. In der dritten Runde gegen Joe Cullen (6:0) spielte „Goldfinger“ einen Average von 118.66 Punkten: persönlicher Bestwert und gleichzeitig der höchste Average bei einem Players-Championship-Turnier im Jahr 2026.
Überraschungen im Turnierverlauf
Für eine Überraschung sorgte das frühe Aus von Wessel Nijman. Der aktuelle Führende im ProTour-Ranking und Sieger des vorherigen Events unterlag bereits in der zweiten Runde Viktor Tingstrom mit 4:6. Konstanz bewies hingegen Champion Doets, der bereits zum dritten Mal in Serie das Halbfinale erreichte und diesmal den Titelgewinn folgen ließ.
Ebenfalls stark präsentierte sich Mensur Suljović, der erstmals seit 2023 wieder ein Halbfinale auf dem Floor erreichte. Dort musste sich der Österreicher jedoch klar mit 2:7 gegen Luke Woodhouse geschlagen geben.
Schindler und Springer beste Deutsche
Aus deutscher Sicht erreichten Martin Schindler und Niko Springer die dritte Runde und waren damit die besten Spieler des Turniers. Schindler unterlag dort Dave Chisnall mit 1:6, während Springer sich Marvin van Velzen mit 4:6 geschlagen geben musste.