Arno Merks Karriere im Dartssport verlief alles andere als geradlinig. Mit 15 Jahren infiziert, folgte eine lange Pause und ein Leben in Italien, bevor das Feuer im Dezember 2021 durch einen Zufall neu entfacht wurde. Heute ist der 33-Jährige PDC-Profi und hat sich auf der größten Bühne der Welt bewiesen. Wir haben mit Arno über seine prägende Zeit im Ausland gesprochen, wie ihn sein bester Freund zurück ans Board brachte und warum er sein WM-Preisgeld ganz bodenständig als Investition in die Zukunft sieht.
Seit wann spielst du Darts und wie kam es überhaupt dazu?
Arno: Das war etwa im Jahr 2008 als ich 15 Jahre alt war. Mein Vater hat damals in einer Mannschaft in der Peiner Softdartsliga gespielt. Das hat mich so fasziniert, dass ich auch unbedingt spielen wollte.
Als einziger von zwei Deutschen warst du damals bei der Lakeside, heute bei der PDC-WM. Du hast gesagt, dass du eine Pause von Darts dazwischen hattest und in Italien gelebt hast. Welchen persönlichen Einfluss hatte diese Zeit auf dich?
Arno: Ich denke, in dieser Zeit bin ich als Mensch gereift. Meine Persönlichkeit hat sich gefestigt, was mir heute enorm zugutekommt.
Nach dieser Pause: Wie kam das Feuer für den Dartssport plötzlich zurück?
Arno: Das verdanke ich meinem besten Kumpel, Marcel Gomula. Wir haben im Dezember 2021 bei ihm zusammen die WM geschaut und dabei ein wenig geworfen. Ich habe sofort gemerkt, dass er echtes Talent hat. Das war der perfekte Moment für meinen Neustart: Er hat angefangen und ich war wieder voll infiziert.
Man könnte also sagen, du hast dich von seinem Talent inspirieren lassen?
Arno: Genau, wir haben uns quasi gegenseitig gepusht und motiviert.
Über die HYLO Next Gen und den Sieg bei der Super League hast du dich für die PDC-WM qualifiziert. Dort hast du ein Preisgeld von 35.000 GBP eingespielt. Gibt es schon Pläne, was du mit der Summe machst?
Arno: Ich habe keine spektakulären Pläne. Ich werde das Geld erst einmal anlegen und als finanzielles Polster für meine weitere Karriere nutzen.
Mittlerweile hast du den Sprung zum Profi geschafft. Wo siehst du dich nach deinen ersten zwei Jahren auf der Tour?
Arno: Mein Ziel ist es definitiv, auf der Tour Fuß zu fassen. Ich möchte mich etablieren und nach den ersten zwei Jahren sicher unter den Top 64 der Weltrangliste stehen.
Ein wichtiger Teil deines Weges war die „Next Gen“-Serie. Welchen Stellenwert hat dieses Format für dich persönlich?
Arno: Die Next Gen ist eine hervorragende Turnierserie. Sie ist genauso professionell strukturiert wie die großen Touren der PDC. Für mich persönlich war sie das entscheidende Sprungbrett zum Profi – sie hatte also einen sehr hohen Stellenwert auf meinem Weg.
Zum Abschluss: Was würdest du den Spielern mitgeben, die aktuell auf der Next Gen aktiv sind?
Arno: Glaubt an euch und zieht euer Ding durch! Auch ihr könnt die Next Gen als Sprungbrett nutzen, um euch zu verbessern und richtig durchzustarten.